StrassenBLUES e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in und für Hamburg, der durch sein Social Storytelling Lösungsansätze für obdachlose sowie hilfebedürftige Menschen aufzeigt und praktisch umsetzt.

Unser Ziel: Wir fördern Empathie in unserer Gesellschaft durch wirkungsvolle Aktionen für und mit obdachlosen Menschen. Dabei schaffen wir Begegnungen auf Augenhöhe, begleiten unsere Aktionen multimedial und zeigen dadurch kreative Möglichkeiten und Wege aus der Armut. 2022 wollen wir zum Beispiel die ersten Wohnungen für obdachlose Menschen anmieten und kaufen – im Rahmen unserer Aktion „Homes for Homeless“.

Unsere Vision: Wir möchten bis 2030 gemeinsam gesellschaftliche Bedingungen schaffen, die Ausgrenzung verhindern und die Obdachlosigkeit in Deutschland abschaffen.

Machen Sie mit: Sie möchten uns dabei unterstützen, unsere wirkungsvollen Projekte in Hamburg zu realisieren und auszubauen? Dann können Sie beispielsweise Ihr Wissen spenden, in dem Sie uns durch Ihre Fähigkeiten voranbringen. Sie können uns auch finanziell fördern, damit unsere groß gedachten Projekte möglich werden. Oder Sie verwirklichen mit Ihren Mitarbeitern ganz konkret gemeinsam StrassenBLUES-Projekte in unserer Hansestadt für Menschen unter der Armutsgrenze.

Das sind Alexandru, Ehsan, Jonas, Manuel, Mike, Paul-Constantin, Pawel, Robert, Sascha und Silvia. Sie gehören zu den 70 obdachlosen Menschen, die wir während der Corona-Pandemie geschützt in zwei Hostels untergebracht haben.

2018 wurden in Hamburg offiziell die obdachlosen Menschen unserer Stadt gezählt. Es sind fast 2.000, die auf der Straße leben müssen. Das sind 881 mehr, als Wissenschaftler:innen noch 2009 gezählt hatten – eine Zunahme von 86 Prozent. Zu dieser Zahl kommen noch etwa 5.000 wohnungslose Menschen hinzu, die in städtischen Unterkünften leben. Für das Armutsproblem in unserer Stadt gibt es Lösungen. Wir gehen sie an, mit folgendem, ganzheitlichen Konzept – bestehend aus diesen drei Säulen:

Wohnen = Homes for Homeless
Arbeiten = Working for Impact
Inkludieren = Begegnungen auf Augenhöhe

Wir sind davon überzeugt, dass diese drei Angebote gemeinsam zum Erfolg führen und Wege aus der Armut möglich machen können.

Homes for Homeless

Statt obdachlose Menschen provisorisch mit Notunterkünften und Lebensmitteln zu versorgen, erhalten sie durch uns eine Mietwohnung nach dem Prinzip “Housing First”. Dabei zahlt, bei Personen mit Leistungsanspruch, das Jobcenter die Miete. Diese Wohnung ist an keine Bedingungen geknüpft und dient als Schritt hin zu einem eigenständigen Leben. In Finnland und den USA wird dieser Ansatz bereits erfolgreich praktiziert. Zusammen mit Expert:innen aus der Sozialarbeit sind wir dabei, ein Konzept für die Hansestadt auszuarbeiten. Das Ziel: Wir möchten Wohnungen mit bis zu 50 qm käuflich erwerben. Damit wäre gewährleistet, dass den aufgenommenen obdachlosen Menschen nicht gekündigt wird. Wir verschaffen ihnen die Zeit, die sie benötigen, um ihr Leben wieder neu anzugehen.

Working for Impact

Wir bringen obdachlose Menschen in Hamburg in sinnvolle Arbeit – bevorzugt im Natur- und Umweltschutz. Working for Impact ist wesentlich, damit diese hilfebedürftigen Menschen langfristig in Beschäftigung bleiben. Arbeit gibt neben Einkommen auch Halt, Routine und integriert Menschen. Wir führen bereits erste Gespräche mit Firmen, die sich dies vorstellen können. Gibt es in Ihrem Unternehmen eine Möglichkeit für hilfebedürftige Menschen aus Hamburg, einer sinnerfüllten Arbeit nachzugehen?

Begegnungen auf Augenhöhe

Durch unser StrassenTANDEM und dem sozialen Austausch schaffen wir Begegnungen auf Augenhöhe und fördern die Inklusion der obdachlosen Menschen. Sie verbindet eine:n Ehrenamtliche:n mit einer wohnungs- oder obdachlosen Person über eine festgelegte Dauer. Dabei können Interessen ausgetauscht, einfache Amtsgänge erledigt oder einfach Zeit miteinander verbracht werden. Durch das Tandem bekommt die wohnungs- bzw. obdachlose Person das Gefühl von Zugehörigkeit, baut Vertrauen auf und fühlt sich weniger allein. Sie können auch eine monatliche, finanziell unterstützende StrassenPATENSCHAFT übernehmen, um einen obdachlosen Menschen bei seinem Weg aus der Armut zu fördern. Gemeinsam mit Ihnen zeigen wir ganz praktisch, wie wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft aufnehmen und teilhaben lassen.

Wir wollen diese Lösungsstrategie mit Hilfe engagierter Hamburger angehen. Sind Sie dabei?

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Armut in unserer Stadt kreativ angehen und verringern. Helfen Sie mit: Durch Ihr Netzwerk, Ihr Know-how, Ihr Engagement, Ihre Spende. Herzlichen Dank!

Unsere Bankverbindung:

StrassenBLUES e.V.
IBAN: DE86251205100001534400
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: „Spende“

Weitere Spendenmöglichkeiten finden Sie hier:
https://strassenblues.de/deine-spende/

Wir nennen uns StrassenHELD:INNEN und arbeiten in unserem gemeinnützigen Verein seit unserer Gründung 2016 zusammen, um in Hamburg Dinge zu ermöglichen, die unmöglich erscheinen. Viele von uns kommen aus dem Medienbereich und arbeiten beispielsweise beim Norddeutschen Rundfunk oder dem SPIEGEL. Diese Storytelling-Kompetenz wird ergänzt durch die anwachsende Zahl von 50 Ehrenamtlichen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Gemeinsam möchten wir Hamburg eine lebenswerte Stadt für jeden Menschen machen. Sie möchten sich in unserem Verein einbringen? Dann haben wir vielfältige Möglichkeiten – schreiben Sie uns einfach an: mithelfen@strassenblues.de oder klingeln Sie durch: 0176 2199 1871. Wir freuen uns und sind gespannt, Sie kennenzulernen.

Dank unseres Social Storytelling für und mit obdachlosen Menschen wurden wir vielfach ausgezeichnet. Diese Preise motivieren, öffnen Türen und bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Hier eine Auswahl:

Deutscher Integrationspreis | Deutscher Preis für Onlinekommunikation | Annemarie Dose Preis | SMART Hero Award | Volunteer Award | Aktiv für Demokratie und Toleranz, bpb | Gunnar Udall Wirtschaftspreis

Hier unser Nominierungsvideo für die Jury (Deutscher Preis für Onlinekommunikation) zu unseren Aktivitäten für obdachlose Menschen während der Corona-Pandemie: www.corona-strassenhilfe.de

Es ist 4.30 Uhr morgens. September 2012. Ich drehe eine Doku-Reportage für den NDR in der Berliner Bahnhofsmission am Zoo. Plötzlich taucht er auf. Alex, ein obdachloser Mensch mit funkelnden blauen Augen, die mich melancholisch anschauen. Er drückt sich gewählt aus. Wie ein Theaterschauspieler auf der Bühne. Spricht direkt in meine Kamera: „Alexchen aus Köln. Gewohnt in Mönchengladbach und in Neumünster, jetzt in Berlin gelandet.“ In diesem Moment weiß ich, dass ich den Drehort verlassen muss, um Alex zu folgen. Es wird eine gemeinsame Odyssee durch die Berliner Nacht bis zum Morgengrauen. Nach unserem Frühstück sagt Alex nur kurz „Tschüss!“ und verschwindet genau so plötzlich, wie er aufgetaucht ist.

Zweieinhalb Jahre später finde ich Alex wieder. In seiner Sozialwohnung hängen etwa hundert Gedichte an den Wänden. Er schreibe seit zwei Jahrzehnten, habe aber noch kein einziges davon veröffentlicht. Diesen Traum wollten wir verwirklichen. Als Team von StrassenHELD:INNEN gründeten wir am 5. November 2016 unseren gemeinnützigen Verein StrassenBLUES e.V.. Gemeinsam mit Alex entwickelten wir das StrassenBUCH und veröffentlichten seine Gedichte, die er während seiner zehn Jahren auf der Straße schrieb. Er sprach bei der Buchpremiere zum erstem Mal in seinem Leben vor 170 Menschen und schrieb Autogramme in sein eigenes Buch. An diesem Abend sagte Alex: „Ich wünsche mir, dass viele sehen, dass wir nicht alleine sind und dass man gemeinschaftliche etwas schaffen kann.“

Nikolas Migut | Vereinsgründer

Alex tauchte als obdachlose Person in einer Nacht im Herbst 2012 vor der Berliner Bahnhofsmission am Zoo auf. Wir haben diesen Moment mit der Kamera festgehalten. Dieses Aufeinandertreffen sollte vier Jahre später zur Gründung von StrassenBLUES e.V. führen:

Hier können Sie den ganzen Festivalfilm „Straßenblues“ (2015) mit englischen Untertiteln sehen (Länge: 30 Minuten).

Kontaktieren Sie bei Fragen gerne direkt unseren Gründer & 1. Vorsitzenden Nikolas Migut:
0176 2199 1871 |
 mithelfen@strassenblues.de | www.strassenblues.de