+++ Homes for Homeless planmäßig zum April 2026 beendet +++
Pressemitteilung vom 11.09.2026

VERMIETEN MIT HERZ

  • „Hotels for Homeless“: Von November 2020 bis Mai 2023 haben wir über einhundert obdachlose Menschen in vier Hostels untergebracht, um ihnen Schutz zu bieten.
  • Kurzfristige Lösung: Das Hostel-Projekt bot eine vorübergehende Unterkunft, während wir direkt im Anschluss „Homes for Homeless – Zuerst ein Zuhause“ gestartet haben, inspiriert vom Prinzip „Housing First“.
  • Langfristiger Plan: Unser Projekt „Homes for Homeless – Zuerst ein Zuhause“ (von Mai 2023 bis April 2026) zielte darauf ab, wohnungslosen Menschen langfristig ein eigenes Zuhause zu bieten, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern. Insgesamt konnten wir 31 Personen bis zu einem Jahr Wohnraum ermöglichen.

Das war unser Vorhaben:

„Homes for Homeless – Zuerst ein Zuhause“ ist eine Initiative, die sich an obdachlose und wohnungslose Personen ohne Sozialleistungsbezug richtet, um die Lücke im bestehenden Hilfesystem zu schließen. Inspiriert vom „Housing First“-Prinzip, bietet unser Projekt unbedingten Zugang zu dauerhaftem Wohnraum, ohne dass Vorbedingungen wie finanzielle Integrität erfüllt sein müssen. Dieser Ansatz fördert die Selbstständigkeit und ermöglicht es den Teilnehmenden, mit optionalen Unterstützungsangeboten wie Arbeitsvermittlung durch unser „Working for Impact“-Programm, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

Unser Ziel ist es, Bewohnern und Bewohnerinnen innerhalb von 12 Monaten den Übergang zu eigenständigen Mietverträgen zu ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch die Deutsche Fernsehlotterie und wird durch Partnerschaften mit Stiftungen und Unternehmen ergänzt. Ein besonderer Fokus liegt auf Social Impact Storytelling, um öffentliches Bewusstsein und Unterstützung zu generieren.

Warum wir?

Im Vergleich zu Housing First adressiert „Homes for Homeless“ speziell diejenigen ohne Leistungsbezug, mit einem zeitlich begrenzten Betreuungsangebot, einem einzigartigen Finanzierungsmodell und dem Einsatz von Storytelling, um soziale Verantwortung zu fördern. Diese Kombination aus unbedingtem Wohnraumzugang und individueller Unterstützung zielt darauf ab, obdachlosen Personen eine neue Perspektive zu bieten und sie erfolgreich in die Gesellschaft zu reintegrieren.

Der Unterschied zwischen „wohnungslos“ und „obdachlos“ liegt hauptsächlich in der Art der Unterbringung und der Verfügbarkeit eines festen Wohnraums. Wir nehmen in unser Programm „Homes for Homeless – Zuerst ein Zuhause“ beide Personengruppen auf.

  • Wohnungslos beschreibt Personen, die keinen eigenen Mietvertrag oder Eigentum an einer Wohnung haben und daher keine feste, dauerhafte Adresse besitzen. Wohnungslose Menschen leben möglicherweise bei Freunden oder Familie, in Notunterkünften, Wohnheimen für Wohnungslose oder anderen temporären Wohnsituationen. Sie haben zwar ein Dach über dem Kopf, aber keinen eigenen Wohnraum, der ihnen Sicherheit und Privatsphäre gewährt.
  • Obdachlos bezieht sich auf Personen, die gänzlich ohne Unterkunft sind und auf der Straße leben. Dies umfasst das Schlafen im Freien, in öffentlichen Räumen wie Parks, Unterführungen, Hauseingängen oder in Notunterkünften wie Obdachlosenheimen und Nachtasylen. Obdachlose Menschen haben keinen Zugang zu regulären Wohn- oder Schlafmöglichkeiten und sind direkter den Umwelteinflüssen sowie sozialen und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Zusammengefasst ist der Hauptunterschied, dass wohnungslose Menschen irgendwo unterkommen, auch wenn es nur temporär oder nicht ideal ist, während obdachlose Menschen keinen Zugang zu jeglicher Art von Unterkunft haben und im wörtlichen Sinne „auf der Straße“ leben. In Hamburg gibt es laut letzter offizieller Zählung (2024) mindestens 3.787 obdachlose Menschen und deutschlandweit sind 531.600 Menschen wohnungslos.

Obdachlose Menschen, die wir in der eisigen Winterkälte Anfang 2021 in einer Hamburger Jugendherberge untergebracht haben.

Seit Mai 2026 helfen wir Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Bei StrassenHILFE könnt ihr jetzt aktiv werden!

Im Wintersemester 2023/2024 haben zwei Studentinnen der Universität Hamburg im Rahmen eines Seminars zur sozialen Wirkungsmessung – unter Leitung von Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons, Chief Sustainability Officer der Universität Hamburg – gemeinsam mit uns eine Wirkungslogik und Wirkungsmessungsstrategie für Homes for Homeless entwickelt.
Der Artikel des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt zu unserem innovativen Wohnprojekt (05.05.2023).

„Homes for Homeless – Zuerst ein Zuhause“ wurde von Mai 2023 bis April 2026 gefördert aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie.

© StrassenBLUES e.V. | Team der Sozialen Arbeit & Expertin für Wohnungsgewinnung | Fotos: Halszka Nacarczuk | Idee, Konzeption & Leitung: Nikolas Migut