Jedem Obdachlosen ein Hotelzimmer, um Leben zu retten!
#hotelsforhomeless

Paddys Weg: Gute Nachricht!

Paddys Weg: Einzug ins Hostel bedpark Altona in Hamburg.

© Videos: Anke Gehrmann

Herberge für obdachlose Menschen in Hamburg seit 8. Februar | #hotelsforhomeless 

Am 8. Februar kommen unsere ersten obdachlosen Gäste in der Hamburger Jugendherberge an.

Das sind Alexandru, Ehsan, Jonas, Manuel, Mike, Paul-Constantin, Pawel, Robert, Sascha und Silvia. Sie gehören zu den 45 Personen, die bis Anfang März vor Corona & Kälte in der von uns angemieteten Hamburger Jugendherberge geschützt sind.

© Fotos: Halszka Nazarczuk

Wir haben bereits seit Anfang November 2020 für 20 obdachlose Menschen eine warme und geschützte Unterkunft im Hostel bedpark in Altona geschaffen. Dann kam der krasse Wintereinbruch Anfang Februar 2021 und wir mussten einfach handeln. Daher nehmen wir nun weitere 45 Personen in die Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ nahe den Landungsbrücken unkompliziert auf, um sie zunächst vor dem Kältetod zu bewahren und anschließend zu schützen. Sie können dank eurer großartigen Unterstützung bis Anfang März bei uns bleiben. Wir hoffen, dass ihr uns weiterhin spendet, damit wir die Jugendherberge finanzieren können, die am 8. Februar extra für uns mit voller Überzeugung ihre Toren geöffnet hat. DANKE!

Die Unterbringung in der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ ist eine gemeinschaftliche Aktion von Hanseatic Help e.V. und StrassenBLUES e.V.

Hier geht´s zu unserem Crowdfunding:

Aus #hotelsforhomeless wird #homesforhomeless = #HousingFirstHamburg

Am Montag, den 9. November 2020, haben wir mit unserer Gemeinschaftsaktion #hotelsforhomeless losgelegt mit dem Ziel, obdachlose Menschen vor Corona und Kälte zu schützen. Wir dachten, wieso nicht einfach in dieser verrückten Zeit verrückte Dinge starten.
Das Ergebnis: 20 obdachlose Menschen haben nun bis April 2021 ein Dach über dem Kopf und einen warmen Schlafplatz.

Dazu gehört auch Paddy, den ihr ja vielleicht schon öfter bei uns auf den Kanälen gesehen habt. Er durfte bereits in der ersten Woche sein Zimmer beziehen und kann es immer noch nicht fassen. Wir werden ihn nun über die Monate begleiten und die Videos natürlich mit euch teilen.

Das Crowdfunding für #hotelsforhomeless war erfolgreich – DANKE!
Wir möchten intensiv für diese Menschen da sein, damit wir ihnen nach ihrem Hotelaufenthalt eine Perspektive ermöglichen können. Daher begrenzen wir die Zahl auf 20 Menschen und eine Unterkunft. Damit wir obdachlosen Menschen – wie Paddy – langfristig ein geschütztes Zuhause ermöglichen können, freuen wir uns weiterhin über eure Unterstützung! #homesforhomeless ist an das Modell „Housing First“ angelehnt und funktioniert so: Statt obdachlose Menschen provisorisch mit Notunterkünften und Lebensmitteln zu versorgen, erhalten sie eine Wohnung. Diese ist an keine Bedingungen geknüpft und dient als Schritt zurück in die Selbstständigkeit. In Finnland oder den USA wird dieser Ansatz bereits erfolgreich praktiziert. Zusammen mit Experten*innen aus der Sozialarbeit sind wir dabei, ein Konzept für die Hansestadt auszuarbeiten.

Hier kannst du uns für #homesforhomeless direkt unterstützen: www.homesforhomeless.de
DANKE für deine Hilfe! ❤️

Darum ging´s beim Crowdfunding für #hotelsforhomeless im November 2020

In diesen Zeiten ist Mitmenschlichkeit wichtiger denn je. Wir dürfen in der zweiten Corona-Welle obdachlose Menschen nicht wieder vergessen. Sie zählen aufgrund ihrer Vorerkrankungen und geschwächtem Immunsystem zur Risikogruppe. Daher müssen obdachlose Menschen vor Corona geschützt untergebracht werden. Wir nehmen dafür aus eigenen finanziellen Mitteln 50.000 Euro in die Hand und ermöglichen unbürokratisch und schnell zunächst 10 obdachlosen Menschen in einem Hotel in Hamburg-Altona ein Dach über dem Kopf – und dies bis April 2021. Mit 25 Euro können wir einem obdachlosen Menschen eine Nacht im warmen Bett ermöglichen, bei jeder Spendensumme von 750 Euro kann dieser für einen Monat Schutz in einem Hostel finden. Wir buchen nicht nur das Zimmer, sondern versorgen unsere Gäste auch täglich mit einer warmen Mahlzeit, Hygieneartikel, Wäschegeld und einer persönlichen Betreuung vor Ort. Unser Ziel ist es, dass wir alles daran setzen, dass die obdachlosen Menschen nach der Unterbringung eine Perspektive haben.

Die Unterbringung im bedpark Altona ist eine gemeinschaftliche Aktion von Hamburger Gabenzaun e.V., Hanseatic Help e.V., JesusCenter e.V., Pfand gehört daneben, StrassenBLUES e.V.

Zum ersten Shutdown im März 2020 haben wir dies hier veröffentlicht

„Abertausende Hotelbetten stehen in den Städten gerade leer, während zur gleichen Zeit 50.000 Obdachlose in Deutschland in akuter Lebensgefahr sind.“ Jörg Richert (Sozialarbeiter bei KARUNA e.V., Berlin)

„Sie können nicht ´zu Hause bleiben´, denn sie haben schlichtweg kein zu Hause. Sie können sich – und damit auch uns alle – nicht vor Infektionen schützen. Sie brauchen unseren Schutz! Eine schnelle Unterbringung von obdachlosen Menschen, verbunden mit einer adäquaten medizinischen Betreuung, ist jetzt zwingend erforderlich!“ Dr. Levke Sonntag (Ärztin beim ArztMobil, Hamburg)

„Als Gesellschaft haben wir eine Verantwortung für obdachlose Menschen! Obdachlose Menschen sind besonders vom Coronavirus und dessen Auswirkung betroffen.Viele der Maßnahmen, die sich an die allgemeine Bevölkerung richten – Selbstisolierung, erhöhte Hygiene, Zuhause bleiben, strikte soziale Distanzierung – sind keine realistische Perspektive für Menschen, die obdachlos sind. Wir müssen jetzt handeln und obdachlose Menschen in Hotels unterbringen und sie schützen.“ Johan Graßhoff (Straßensozialarbeiter in Hamburg)

In diesen Zeiten ist Mitmenschlichkeit wichtiger denn je. Gerade während dieser Krise dürfen wir die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht vergessen. Obdachlose sind durch die Corona-Pandemie besonders gefährdet. Die meisten Menschen ohne festen Wohnsitz leiden durch das Leben auf der Straße unter diversen, oft unbehandelten Vorerkrankungen und unter einem sehr geschwächten Immunsystem. Sie benötigen unseren Schutz.

In der aktuellen Situation ist ein Großteil der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Infrastruktur zur Versorgung der Obdachlosen eingebrochen. Notunterkünfte mit Dutzenden Menschen auf engstem Raum bieten keinen erforderlichen Mindestabstand und passende Rückzugsmöglichkeiten.

Eine Ausbreitung des Virus unter den Obdachlosen wird fatale Folgen mit sich ziehen.

Wenn die Länder und Kommunen nicht innerhalb der nächsten Tage handeln, wird der Tod von tausenden, wohnungslosen Menschen in Kauf genommen. Deshalb fordern wir:

Jedem Obdachlosen ein Hotelzimmer, um Leben zu retten !

Wie soll #hotelsforhomeless aussehen?

Berlin, Mainz und Frankfurt haben bereits den Anfang gemacht: Obdachlose Menschen werden bundesweit dezentral in Einzel- oder Doppelzimmern in Hotels, Hostels oder Jugendherbergen untergebracht. Diese stehen momentan leer. Betreut werden die Menschen in den Hotels von einem sozialen Träger. So können auch einzelne Etagen im Ernstfall zu Quarantänestationen werden. Dabei ist es wichtig, dass in jedem Gebäude neben Sozialarbeitern auch Ärzte anwesend sind, um die medizinische Versorgung der Obdachlosen zu gewährleisten.

Allen Betroffenen, die das Angebot annehmen wollen, muss kurzfristig und unbürokratisch geholfen werden. Die finanziellen Mittel müssen durch die jeweiligen Länder und Kommunen bereitgestellt werden.

Welche Großstadt hilft während der Corona-Krise bereits mit wie vielen Plätzen in Hotels / Hostels / Jugendherbergen?

StadtAnzahl  Quelle 
Berlin:bis zu 400 Plätze1 / 2 / 3
Hamburg: 250 Plätze für 4 Wochen1 / 2
München: 
Köln: 
Frankfurt: bis zu 55 Zimmer1
Stuttgart: 0
Düsseldorf:175 Plätze1 / 2
Leipzig: 0
Dortmund: 0
Essen: 0
Bremen:0
Dresden:0
Hannover:100-200 Plätze1 / 2
Nürnberg:0
Duisburg:0
Bochum:0
Wuppertal:0
Bielefeld:0
Bonn:0
Münster:0
Mainz:30 Plätze1 / 2

Stand: 12.05.2020

Wie kannst du #hotelsforhomeless in deiner Stadt unterstützen?

Ohne die Unterstützung der jeweiligen Kommunen und Sozialbehörden funktioniert nichts. Deshalb müssen wir die zuständigen Personen zur Stellungnahme bitten. Kontaktiere deine Sozialbehörde und rufe zur sicheren Unterbringung obdachloser Menschen in deiner Stadt auf.

Hier findest du eine Tabelle mit den Ansprechpartnern in deiner Stadt zu unserem Thema. Wir aktualisieren dieses Dokument fortlaufend.

Bitte nimm dir einen kurzen Augenblick und unterstütze zudem die Petition von GoBanyo, Hamburger Gabenzaun e.V., Leben im Abseits e.V. und einigen Privatpersonen: unterzeichne die Petition.

Und teile sehr gerne unsere Bilder von Volker, Joachim, Paddy und weiteren Obdachlosen in den sozialen Medien und benutze die Hashtags #hotelsforhomeless und #letmebesafe.

Auf www.letmebesafe.org informieren wir dich umfassend über Lösungsansätze für Obdachlosigkeit („Recht auf Wohnen“) – schau mal vorbei! 🙂

© Eine Aktion während des ersten Shutdowns im März / April 2020 von StrassenBLUES e.V. & Pfand gehört daneben | Fotos: David Diwiak | Logo: Ben Pehl | Social Media: Nikolas Migut & Vanessa Gobert | Aktions-Team: Anna-Katharina Huber & Katharina Übel | Leitung: Nikolas Migut & Pascal Fromme