Sommerhitze kann für obdachlose Menschen ebenso lebensgefährlich sein wie Winterkälte. Ohne eigene Wohnung fehlt ein kühler Rückzugsort, und der Zugang zu Trinkwasser, Schatten, Hygiene und medizinischer Versorgung ist oft stark eingeschränkt. Die Folgen können dramatisch sein: Dehydration, Kreislaufzusammenbruch, Hitzschlag oder eine Verschlechterung chronischer Erkrankungen.
Wie jeder helfen kann:
Schon kleine Gesten können Leben retten. Wer an heißen Tagen unterwegs ist, kann einfach eine zusätzliche Flasche Wasser mitnehmen und sie an eine obdachlose Person weitergeben. Fragt freundlich, ob etwas gebraucht wird – manchmal sind auch Sonnencreme, ein leichter Snack oder eine Kopfbedeckung willkommen. Wer merkt, dass es jemandem gesundheitlich sehr schlecht geht, sollte nicht zögern, medizinische Hilfe zu rufen.
Wasser in Hamburg:
In Hamburg gibt es inzwischen über 50 öffentliche Trinkwasserbrunnen, an denen kostenlos frisches Wasser gezapft werden kann. Sie sind eine wertvolle Anlaufstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz – und für alle, die unterwegs helfen möchten.
Was wir als Gesellschaft tun müssen:
- Mehr öffentliche Trinkwasserstellen und Hygieneangebote schaffen.
- Klimatisierte Schutzräume (z. B. in Bibliotheken, Museen oder Bezirksämtern) für heiße Tage öffnen.
- Mobile Hilfsteams ausbauen, die Wasser, Sonnenschutz und medizinische Erstversorgung anbieten.
- Aufklärungskampagnen starten, um die Öffentlichkeit für die Gefahren von Hitze zu sensibilisieren.
Hitzehilfe ist Nächstenliebe in Aktion – und jeder kann dazu beitragen, dass niemand in unserer Stadt unter der Sonne leiden muss.
Unsere frühere Aktion zur Hitzehilfe: „Solidarischer Schluck“

