Alter: “Ich bin gerade 54 geworden.”
Woher: “Ich komme ursprünglich aus Köln. Daher der leicht rheinische Einschlag.”
Warum auf der Straße: “Damals nach dem Ende meiner Beziehung vor über zehn Jahren bin ich ins Bodenlose gefallen. Dann konnte ich meine Miete nicht mehr bezahlen, was zu hohen Gerichtsstrafen geführt hat. Schließlich wurde mir meine Wohnung gekündigt, ich wurde Alkoholiker und fand mich auf der Straße wieder.”
Früherer Beruf: “Ich habe eine Lehre als Buchbinder gemacht und diese leider abgebrochen. Danach habe ich mich mit Gelegenheitsarbeiten durchgeschlagen.”
Warum schreibst Du: “Das ist einfach meine Leidenschaft. Schon seit über 20 Jahren.”
Was ist dein größter Wunsch: “Das mein bisheriges Schaffen Beachtung findet und ein Verlag auf mich aufmerksam wird und meine Gedichte veröffentlicht.”
Was ein Gedicht haben muss: “Es sollte etwas tiefsinniges aus dem Leben erzählen: In meinem Fall von einem Menschen, der mal ganz oben und mal ganz unten war.”

Vor Jahren waren unsere Hände eins.
Es war uns nicht gegeben diese
auf Dauer auch zu halten.
Nun beim Entsinnen an Dein Gesicht
entstehen Friedensfalten.

Ein jeder Mensch geht seinen Weg,
findet neue Hände fest zum halten.
Und wenn wir uns einst wiedersehen
mit kalten Falten,
wird unser Gesicht verjüngert
durch frohe Freudenfalten.

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©  Text, Foto Header & Video: Nikolas Migut / NDR